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10.06.2026
483-Tonnen-Rohr erfolgreich eingezogen: Neuer Elbdüker an der FGL 105
483 Tonnen schwer, 285 Meter lang, 1,3 Meter im Durchmesser – das ist der neue Düker, der die Elbe bei Torgau kreuzt. Am 10. Juni wurde er von Spezialisten in ca. 2 1/2 Stunden in seine finale Position gebracht. Nach der Inbetriebnahme dient der Düker als zentrales Verbindungsstück zwischen unseren Netzregionen Süd und West.
Ein Düker (vom niederdeutschen Wort für "Taucher") ist ein Teil einer Rohrleitung, mit dem bspw. Straßen, Bahntrassen oder, wie in diesem Fall, Flüsse unterquert werden. Dazu wurde der Düker über die letzten Wochen vor Ort Schritt für Schritt aus einzelnen Rohrstücken zusammengesetzt. Damit der Düker keinen Auftrieb entwickelt und sicher in seiner Position verbleibt, wurde er mit einer ca. 20 cm starken Betonschicht ummantelt. Getauft wurde der Düker kurz vor seinem Einzug auf den Namen "Frank". Namensgeber war ein langjähriger, verdienter Kollege, der demnächst seinen Ruhestand antritt.
Arbeiten in Einklang mit der Elbe
Notwendig wurde der Neubau, da die geforderte Mindestüberdeckung, also die Erdschicht zwischen Flussbett und Oberkante des Dükers, nicht mehr ausreichend war. Entsprechend wurde der alte Düker entfernt und die Rinne tiefer ausgebaggert. Eine besondere Herausforderung bestand darin, alle Arbeiten in Einklang mit dem fließenden Gewässer durchzuführen. So musste etwa Sediment, das durch die Elbe in die Rinne eingetragen wurde, kontinuierlich entfernt werden, um die gewünschte Tiefe zu erhalten. Bei den landseitigen Arbeiten galt es weiterhin, im Hinblick auf die sensiblen Uferbereiche umfassende Naturschutzmaßnahmen umzusetzen und etwa Brutzeiten örtlicher Vogelarten zu berücksichtigen.