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Bauprojekte

ONTRAS ist für den effizienten und sicheren Betrieb des Fernleitungsnetzes in den neuen Bundesländern verantwortlich. Es gehört zu unseren Aufgaben, den Zustand und die Leistungsfähigkeit des Netzes regelmäßig zu überprüfen und zu optimieren.

An dieser Stelle finden Sie Informationen zu wichtigen aktuellen Bauprojekten sowie eine Rückschau auf das vergangene Jahr. Mit diesen Sanierungs- und Neubauvorhaben leistet ONTRAS einen wesentlichen Beitrag, das Gasnetz zukunftsfest zu machen und die Erdgasversorgung nachhaltig zu sichern.

Die FGL 12 verläuft von Dornreichenbach (östlich von Wurzen) bis zum Netzknoten Lauchhammer und ist ca. 65 Kilometer lang. Sie wurde ab 1955 gebaut und Teile ab den 80er Jahren saniert. Die FGL 12 ist eine wichtige Versorgungsader für die Region zwischen Lauchhammer und Riesa und weiter Richtung Wurzen. Damit ist sie im Zusammenwirken mit anderen ONTRAS-Leitungen angrenzender Regionen ein Garant für die sichere Energieversorgung dieses Gebiets. Mit dem Sanierungsvorhaben stimmen wir die Erdgasversorgung der Region auf die Erfordernisse einer sicheren, effizienten und zukunftsfesten Energieversorgung ab.

Beschreibung des Bauvorhabens

Die FGL 12 verläuft über die gesamte Strecke in unterschiedlichen Nennweiten zwischen 30 und 50 Zentimetern (DN 300, DN 400, DN 450 und DN 500). Sie wird mit einem Betriebsdruck von 16 bar betrieben. Bei turnusmäßigen Untersuchungen durch Experten stellte sich heraus, dass einige Abschnitte eine zu geringe Überdeckung aufweisen oder der Korrosionsschutz verbesserungswürdig ist. Zudem wechseln die Rohrdurchmesser in beliebiger Weise. Damit hat die Leitung keine einheitliche Nennweite und kann nicht bei laufendem Betrieb durch eine im Rohr mit dem Gasstrom transportierteMesssonde (Molch) untersucht werden.

Mit dem Neubau soll daher eine in zwei Abschnitten molchbare Leitung mit den Nennweiten DN 500 (ca. zehn Kilometer) und DN 400 (ca. 35 Kilometer) entstehen. Entsprechend müssen auch die bereits sanierten Abschnitte hinsichtlich einer durchgängigen Molchbarkeit überprüft und ggf. ausgewechselt werden. Dabei wird die Leitung einschließlich aller Anschlussleitungen durchgängig für einen max. Betriebsdruck von 25 bar (MOP 25) ausgelegt.

Mit Auswechseln der FGL 012 werden zugleich vier Anschlussleitungen unterschiedlicher Nennweiten mit einer Gesamtlänge von ca. 13 Kilometern mit erneuert und weitere Anschlussleitungen ertüchtigt.

Der Neubau der FGL 12 soll im Jahr 2020 und er Bau der Anschlussleitungen 2021 erfolgen. Dabei werden u. a. neue Molchschleusen in Lauchhammer und am Reißdamm errichtet, neue Abzweigarmaturen eingebaut und zwei Querverbindungen zu bestehenden ONTRAS-Leitungen mit Druckstufenübergang geschaffen. Ein Teil der Armaturengruppen wird automatisiert und entlang der gesamten Leitungsstrecke zwei Kabelschutzrohre mit verlegt.

Die Neuverlegung erfolgt in der Regel in der bestehenden und damit dinglich bereits gesicherten Trasse. Davon ausgenommen sind ggf. notwendige Trassenänderungen infolge von Fremdvorhaben (z. B. Verlegung/Ausbau von Verkehrswegen), naturschutzfachlicher Belange oder aufgrund behördlicher Auflagen. In besonders sensiblen Gebieten prüft ONTRAS zudem alternativ die Anwendung grabenloser Verlegeverfahren.

Das Vorhaben steht unter dem Vorbehalt einer Genehmigung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, das nach derzeitigem Planungsstand 2019 durch die zuständige Behörde eingeleitet werden könnte.

Schutz von Mensch und Umwelt

Bei allen Arbeiten an der Trasse legen wir höchste Standards für den Schutz von Mensch und Umwelt an. Die Umweltverträglichkeitsprüfung nimmt ONTRAS sehr ernst und hält sich streng an die gesetzlichen Vorgaben. Durch die Bündelung mit bestehenden Leitungstrassen und Infrastrukturen wird der Eingriff in den Naturraum minimiert. Bei einzelnen Baumaßnahmen unvermeidliche, zeitweise Beeinträchtigungen z. B. durch Lärm, Staub oder Verkehrseinschränkungen versucht ONTRAS durch vorausschauende Planung, Absprachen mit Behörden und Betroffenen sowie ggf. den Einsatz schonender Technologien so gering wie möglich zu halten.

 

ONTRAS plant den kompletten Neubau der bestehenden Ferngasleitung (FGL) 90 von Klein Trebbow (bei Neustrelitz) bis Neubrandenburg-Sponholz einschließlich dreier Anschlussleitungen. Als Bestandteil des nordöstlichen Versorgungsringes im ONTRAS-Netz erschließt die Leitung die Region zwischen Neustrelitz im Süden und Neubrandenburg im Norden. Damit ist sie im Zusammenwirken mit anderen ONTRAS-Leitungen angrenzender Regionen ein Garant für die sichere Energieversorgung dieses Gebiets. Mit dem Sanierungsvorhaben stimmen wir die Erdgasversorgung der Region auf die Erfordernisse einer sicheren, effizienten und zukunftsfesten Energieversorgung ab.

Beschreibung des Bauvorhabens

Die FGL 90 wurde 1967 mit einem Durchmesser von rund 40 Zentimetern (DN 400) und einem max. Betriebsdruck von 25 bar (PN 25) in Betrieb genommen. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 40 Kilometern, die Länge der drei Anschlussleitungen beträgt zusammen rund 4 Kilometer. Bereits 2004 wurden alle Absperrarmaturen dieser Leitung erneuert. Ebenso wurden in den Folgejahren kleinere Teilstücke saniert. Zuletzt wurde 2016 ein 862 Meter langer Teilabschnitt nördlich von Neustrelitz ausgetauscht.

Im Rahmen des Neubaus werden die Armaturengruppen auf den technisch aktuellen Stand gebracht, bei Bedarf auch versetzt und automatisiert. Künftig können die Armaturen somit von der Dispatching-Zentrale in Leipzig aus kontrolliert und bedient werden. Dadurch minimiert sich die Reaktionszeit bei notwendigen Eingriffen in die Netzsteuerung und die technische Sicherheit wird erhöht.

Zudem wird die neue Leitung durchgehend molchbar sein. Dazu werden am nördlichen Netzknotenpunkt Sponholz und im südlichen Leitungsabschnitt östlich der B 96 zwei neue Molchschleusen eingebaut. Das ermöglicht einen kostenoptimierten Betrieb. Auf der gesamten Länge werden moderne Lichtwellenleiter-Datenkabel sowie Kabelleerrohre mitverlegt, um Steuer-, Mess- und Regeldaten zu übertragen. Die Neuverlegung erfolgt weitestgehend in einem bereits dinglich gesicherten Schutzstreifen. Davon ausgenommen sind ggf. notwendige Trassenänderungen infolge von Fremdvorhaben (z. B. Ausbau von Verkehrswegen) oder aufgrund behördlicher Auflagen.

Die Erneuerung ist für 2019 vorgesehen. Entsprechend laufen vorher die dazu notwendigen Genehmigungsverfahren und Planungsarbeiten.

Schutz von Mensch und Umwelt

Es ist Anliegen von ONTRAS, einen sicheren Betrieb der Gasinfrastruktur sowie die Versorgungssicherheit im Netzgebiet zu gewährleisten. Bei allen Arbeiten an der Trasse legen wir höchste Standards für den Schutz von Mensch und Umwelt an. Die Umweltverträglichkeitsprüfung nimmt ONTRAS sehr ernst und hält sich streng an die gesetzlichen Vorgaben. Die temporäre Störung von Wohn- und Erholungsfunktionen während der Bauphase sind durch die weitestgehend siedlungsferne Trassierung begrenzt. Durch die Bündelung mit bestehenden Leitungstrassen und Infrastrukturen wird der Eingriff in den Naturraum minimiert.

Die Erneuerung der Ferngasleitung (FGL) 32 zwischen Räpitz (Markranstädt) und Niederhohndorf (Zwickau) erfolgt im Rahmen eines mehrjährigen Sanierungskonzeptes von ONTRAS, um die Gasversorgung der Regionen zwischen Leipzig und Zwickau über unsere Marktpartner, die nachgelagerten Netzbetreiber und Transportkunden, zu gewährleisten und damit weiterhin sicher, effizient und zukunftsfest zu gestalten.

Die FGL Räpitz-Niederhohndorf mit einer Gesamtlänge von 70 Kilometern, davon ca. 44 Kilometer in Sachsen und ca. 26 Kilometer in Thüringen, soll komplett ausgewechselt werden. Die Leitung wurde von 1957 bis 1968 errichtet. Bereits in den vergangenen Jahren hatte ONTRAS mehrere Teilstücke bei punktuellen Sanierungsmaßnahmen sowie im Rahmen von Leitungsveränderungs- und Sicherungsmaßnahmen erneuert.  

Die Leitung weist nach externen Gutachten wie auch nach eigenen Untersuchungen in den noch nicht ausgewechselten Abschnitten eine erhöhte Reparaturhäufigkeit auf. Deshalb ist es notwendig, die Leitung durch einen Neubau zu ersetzen.

Beschreibung des Bauvorhabens

Konkret wechselt ONTRAS ganze Leitungsabschnitte aus, erneuert Armaturengruppen und errichtet neue Molchstationen bzw. rüstet und erweitert bestehende Anlagen. Zudem wird der maximale Betriebsdruck von derzeit 16 auf 25 bar erhöht, um die Stabilität und Effizienz des gesamten Gasnetzes weiter zu verbessern. Der künftige Netzbetrieb wird durch den Einbau von fernsteuerbaren Armaturen und Steuerkabeln optimiert und dem Stand der Technik angepasst. Die neue Leitung wird wieder in der vorhandenen Trasse verlegt. Über die gesamte Bauphase kann ONTRAS  die Gasversorgung der Region über alternative Transportwege weiterhin jederzeit sicherstellen.

Baufortschritt

Der Neubau erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Für den sächsichen Teil wurde der Planfeststellungsbeschlussim Oktober 2018 erteilt und die Bauarbeiten konnten beginnen. Nach einer Bauzeit von nur zehn Wochen ging am 18. Dezember 2018 der erste, rund 15 Kilometer lange Bauabschnitt zwischen Räpitz (bei Markranstädt) und Böhlen (Landkreis Leipzig Land) wieder in Betrieb. Auch die Baumaßnahmen an der Station Räpitz waren zu diesem Zeitpunkt bis auf einige Oberflächenarbeiten fertiggestellt.

Die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt zwischen Böhlen und Lippendorf laufen seit Anfang 2019. Der dafür vorgesehene Rohrstrang wurde noch in 2018 vorgefertigt. Im Februar 2018 wurde hier die dritte Armaturengruppe inkl. einer Anschlussleitung ausgetauscht und der zweite Bauabschnitt bis zum Kraftwerk Lippendorf wieder in Betrieb genommen.

Der dritte, rund zwei Kilometer lange Bauabschnitt von Lippendorf nach Neukieritzsch wurde im Januar 2019 begonnen und soll voraussichtlich im April 2019 fertiggestellt sein. Die Erneuerung der restlichen rund 12 Kilometer der Altleitung bis an die thüringische Landesgrenze bei Regis-Breitingen wird bis August 2019 erfolgen.

Für den thüringischen Teil der Leitung läuft noch das Planfeststellungsverfahren. Nach erfolgter öffentlicher Auslage der Unterlagen und Ablauf der Frist für Stellungnahmen erfolgt nunmehr die Berarbeitung durch die Behörde. Die Bauarbeiten starten dann nach Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses noch in diesem Jahr.

Schutz von Mensch und Umwelt

Es ist nicht nur ein Anliegen von ONTRAS, einen nachhaltig sicheren Betrieb der Gasinfrastruktur sowie die Versorgungssicherheit im Netzgebiet zu gewährleisten. Bei den Arbeiten an der Trasse legt der Fernleitungsnetzbetreiber auch hohe Standards für den Schutz von Mensch und Umwelt an. Entsprechend hat die Umweltverträglichkeitsprüfung einen hohen Stellenwert. Die zeitweise unvermeidbaren Belästigungen von Wohngebieten während der Bauphase sind durch die weitestgehend siedlungsferne Trassierung sehr begrenzt. Und durch die Bündelung mit bestehenden Leitungstrassen und Infrastrukturen lässt sich der Eingriff in den Naturraum minimieren.

 

Einbau neue Armaturengruppe an der FGL 32 bei Lippendorf

ONTRAS will das bestehende Gastransportnetz in den Regionen Bernburg, Zerbst, Dessau-Roßlau, Coswig und Wittenberg als bedeutenden Energieversorgungsweg zukunftsfest machen. Als Teil unserer Gasinfrastruktur ist die Ferngasleitung (FGL) 61 mit ihren Verbindungen Richtung Norden/Nordwesten nach Magdeburg und Salzwedel, Richtung Süden in die Region Halle/Leipzig und Richtung Osten nach Lauchhammer eine wichtige Transportroute für die sichere Energieversorgung Sachsen-Anhalts und angrenzender Regionen. Das Gas wird an vier Netzkopplungspunkten über die Netze von Verteilnetzbetreibern bis zu den Verbrauchern in den einzelnen Regionen transportiert. Eine Biogasanlage speist seit Jahren Biomethan in die Leitung ein und weist damit den Weg in eine grünere Energie-Zukunft.

Die FGL 61 verläuft von Neugattersleben (Nienburg) bis Trajuhn nordöstlich von Wittenberg. Sie hat eine Gesamtlänge von ca. 74 Kilometern. Davon verlaufen 21,5 Kilometer durch den Salzlandkreis, 14,5 Kilometer durch den Landkreis Anhalt-Bitterfeld, 11 Kilometer durch den nördlichen Randbereich der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau und 27 Kilometer durch den Landkreis Wittenberg.

Die Leitung wurde 1963 errichtet und ist für einen max. Betriebsdruck von 25 bar (DP 25) ausgelegt. Sie hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern (DN 500). Nur der ca. vier Kilometer lange Abschnitt zwischen Apollensberg und Piesteritz ist auf einen max. Betriebsdruck von 63 bar (DP 63) ausgerichtet und hat einen Durchmesser von 40 Zentimetern (DN  400).

Beschreibung des Bauvorhabens

Zwischen Neugattersleben und Leps hatte ONTRAS bereits in den Vorjahren große Teile der Leitung saniert. In diesem Abschnitt werden im Rahmen des Bauvorhabens nur noch die Gewässerkreuzungen mit der Bode, der Saale und der Elbe erneuert sowie einzelne Stellen technisch angepasst. Damit kann die neue Leitung später im Bedarfsfall bei laufendem Betrieb mit einer Messsonde (Molch) durchgängig untersucht werden. Diese wird dabei wie bei der Rohrpost über eine Molchschleuse in die Leitung eingeführt, vom Gasstrom im Rohr mittransportiert und an anderer Stelle wieder ausgeschleust.

In dem rd. 50 Kilometer langen Leitungsabschnitt der FGL 61 zwischen Leps und Trajuhn hat ONTRAS sich auf der Basis von Analysen entschieden, die Leitung bis auf den kurzen, in DN 400 gebauten Abschnitt komplett zu erneuern und dabei den heutigen technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen anzupassen. Neben der kompletten Auswechselung der Leitungsrohre erhalten die vorhandenen Armaturengruppen dabei eine Fernsteuerung und werden dem aktuellen technischen Standard angepasst. Für die künftige Untersuchung mit Messonden werden zudem entsprechende Molchschleusen eingebaut. Parallel zum gesamten Leitungsstrang einschließlich der bereits sanierten Abschnitte werden zudem moderne Lichtwellenleiter-Datenkabel mit verlegt. Damit kann künftig auch dieser Abschnitt des 7.000 Kilometer Leitungen umfassenden ONTRAS-Netzes komplett von der Dispatchingzentrale in Leipzig aus überwacht und gesteuert werden. Das minimiert die Reaktionszeiten und erhöht die technische Sicherheit. Zusammen mit der durchgängigen Molchbarkeit ermöglicht der Neubau damit einen kostenoptimierten Betrieb.

Vorgesehener Bauablauf

Die neue Leitung wird weitestgehend in einem bereits dinglich gesicherten Schutzstreifen verlegt. Davon ausgenommen sind ggf. notwendige Trassenänderungen infolge von Fremdvorhaben (z. B. Ausbau von Verkehrswegen) oder aufgrund behördlicher Auflagen. ONTRAS wird die Gasversorgung der Region während der gesamten Bauzeit jederzeit über alternative Transportwege sicherstellen. Dazu wird die Leitung in mehreren Bauabschnitten nacheinander erneuert. Derzeit laufen dazu bereits einige Vorarbeiten. Dies sind beispielsweise Vermessungen, Boden- und Grundwasseruntersuchungen, umweltschutzfachliche Kartierungen und natürlich die archäologischen Untersuchungen.

Der Baubeginn ist für 2019 vorgesehen, das Genehmigungsverfahren wurde 2018 eingeleitet.

Umweltschutz

Bei allen Arbeiten an der Trasse legen wir höchste Standards für den Schutz von Mensch und Umwelt an. Die Umweltverträglichkeitsprüfung nimmt ONTRAS sehr ernst und hält sich streng an die gesetzlichen Vorgaben. Durch die Bündelung mit bestehenden Leitungstrassen und Infrastrukturen minimieren wir den Eingriff in den Naturraum.