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Rückblick zum ONTRAS.Netzforum

Fazit zum ONTRAS.Netzforum: „Energiewende braucht aktives Handeln und einen angepassten Regulierungsrahmen"

Am Dienstag, den 30. Oktober 2018 fand das jährliche ONTRAS.Netzforum im Radisson Blu Hotel in Leipzig statt. Vier Referenten aus Politik und Branchen sowie über 80 Teilnehmer, darunter viele Netzanschlusskunden informierten sich und diskutierten zum Veranstaltungsmotto „Raus aus der Kohle, rein ins Grüne (Gas)?“.

ONTRAS-Geschäftsführer Uwe Ringel  bildete den Auftakt und zeigte u. a. auf, welchen Beitrag ONTRAS für einen gelingenden Strukturwandel in der Lausitz leisten kann. „Wir sehen unser Netz als ein Rückgrat für den erfolgreichen Strukturwandel, der vor uns liegen wird“.

"Wandel ist gut für die Region und muss aktiv gestaltet werden"

Christine Herntier, Bürgermeisterin der Stadt Spremberg und Mitglied der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung sowie Sprecherin für die Brandenburger Kommunen der Lausitzrunde, blickte in ihrem anschließenden Vortrag auf die Herausforderungen für die Kommunalpolitik in der Region. „Einer unserer wichtigsten Vorschläge zur Umstrukturierung der Energiewirtschaft ist das Thema Referenzkraftwerk in der Lausitz. Die jetzigen Kraftwerkstandorte in der Lausitz sollen auch zukünftig dazu genutzt werden können, Energie zu erzeugen, Energie zu speichern und Energie zu verteilen.“

Power-to-Gas als Element der Energiewende

Insbesondere die Kosten der Energiewende beleuchtete Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner von der Ostbayrischen Technische Hochschule Regensburg. Er verwies darauf, dass Energiespeicher zentrale Elemente der Energiewende sein werden. Denn Wind und Solar werden als günstige Energiequellen an Bedeutung gewinnen, jedoch laufen Erzeugung und Nutzung quantitativ nicht immer parallel. Gas sei im Rahmen der Sektorkopplung und unter Nutzung der Power-to-Gas-Technologie eine entscheidende Drehscheibe, denn mithilfe von Gasspeichern, die effizient und kostengünstig sind, ist das Speicherproblem technisch gelöst. Auch Dr. Peter Ahmels von der Deutschen Umwelthilfe forderte, dass jetzt in die Anwendung von Power-to-Gas investiert werden müsse.

Einig zeigten sich alle Vortragenden in der abschließend Diskussionsrunde in zwei Punkten: Es braucht zügiges, zielgerichtetes Handeln und entsprechende Investitionen, wenn die definierten Zielwerte der Energiewende und des Klimaschutzes bis 2050 erreicht werden sollen. Darüber hinaus braucht es dringend gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen, die im Sinne des Gesamtenergiesystems eine technologieoffene und wieder vorrangig CO2-Minderung belohnende Förderung unterstützen und die den Akteuren erlauben, diese Lösungen dann auch am Markt zu etablieren.

Beim "Markt der Möglichkeiten" am Nachmittag konnten sich die Teilnehmer austauschen und erfahren, was sich schon in der Praxis tut. Die verschiedenen Informations- und Mitmach-Stände luden ein, beispielsweise die Produktion von grünem Wasserstoff per Fahrrad live zu testen.


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Agenda

Impressionen zum ONTRAS.Netzforum 2018