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FGL 12 Lauchhammer-Strehla: Baustart für ersten Bauabschnitt in Sachsen

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In dieser Woche erhielt die ONTRAS Gastransport GmbH, Fernleitungsnetzbetreiber mit Sitz in Leipzig, den Planfeststellungsbeschluss für die Erneuerung des sächsischen Teils der Ferngasleitung (FGL) 12 zwischen Strehla (bei Riesa) und Lauchhammer.

Mit der behördlichen Genehmigung durch die Landesdirektion Sachsen können nun die Bauarbeiten am insgesamt etwa 40 Kilometer langen sächsischen Teil der Leitung starten. Im ersten Bauabschnitt zwischen Strehla und Nünchritz werden bis etwa Mitte Juli 2020 rund 16 Kilometer des etwa 19 Kilometer langen Bauabschnittes neu verlegt.

Modernisierung von Leitungen und Anlagen

Ziel des Bauvorhabens ist, die Ferngas- sowie Anschlussleitungen zu modernisieren und damit eine nachhaltige und sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Es werden entlang des dinglich gesicherten Trassenverlaufs u. a. Rohrleitungsabschnitte ausgetauscht, Armaturenstationen modernisiert sowie Abzweige zu nachgelagerten Versorgungsunternehmen und Großabnehmern erneuert. Außerdem wird ein Teil der Armaturenstationen automatisiert und es werden zwei Kabelschutzrohre entlang des Streckenverlaufs verlegt.

Hintergrundinformationen FGL 12

Die FGL 12 wurde 1955 mit unterschiedlichen Durchmessern zwischen 30 und 50 Zentimetern gebaut und ist für einen maximalen Betriebsdruck von 16 bar ausgelegt. Turnusmäßige Untersuchungen zeigten, dass einige Abschnitte eine zu geringe Überdeckung aufweisen oder der Korrosionsschutz verbesserungswürdig ist. Zudem wechseln auf dem rund 45 Kilometer langen Abschnitt der Hauptleitung mehrfach die Rohrdurchmesser. Damit lässt sich die Leitung nicht bei laufendem Betrieb durch eine mit dem Gasstrom transportierte Messsonde (Molch) untersuchen. Mit der Erneuerung wird eine in zwei Abschnitten molchbare Hauptleitung mit 50 Zentimetern (ca. elf Kilometer) bzw. 40 Zentimetern Durchmesser (ca. 34 Kilometer) entstehen.