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Baumaßnahmen an einer Ferngasleitung (FGL) bei Plate: Unterquerung der Störwasserstraße im Horizontalspülbohrverfahren

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Baumaßnahmen an einer Ferngasleitung (FGL) bei Plate:

Unterquerung der Störwasserstraße im Horizontalspülbohrverfahren

FGL 111.08 verbindet FGL 219 Schwerin-Wittenberge mit FGL 111 Rostock-Salzwedel

In diesen Wochen erneuert der Fernleitungsnetzbetreiber ONTRAS Gastransport GmbH, Leipzig, das letzte Teilstück einer Verbindungsleitung zwischen den Ferngasleitungen (FGL) 219 SchwerinWittenberge im Westen und der FGL 111 Rostock-Salzwedel im Osten. Die Baumaßnahme an der FGL 111.08 schließt die Arbeiten ab, die zwischen August und Oktober 2019 in dieser Region begonnen wurden (die Presse berichtete). Die 60 Zentimeter dicke Stahlleitung erschließt zum einen die Region südwestlich von Schwerin und ermöglicht zum anderen über die Verbindung der beiden Hauptleitungen eine flexible Netzfahrweise und schafft damit eine erhöhte Versorgungssicherheit für große Teile Mecklenburg-Vorpommerns.

Für die Querung der Störwasserstraße nutzen die Ingenieure ein Horizontalspülbohrverfahren, im Fachjargon „HDD“ (für englisch: Horizontal Directional Drilling), also Richtbohrtechnik für Horizontalbohren genannt. Dabei wird die Störwasserstraße mit den angrenzenden Uferregionen weiträumig mit einer etwa 300 Meter langen horizontalen Richtbohrung unterfahren und dann der fertig verschweißte, mit glasfaserverstärktem Kunststoff ummantelte Rohrstrang eingezogen. Vorteil dieser aufwändigen
Methode: Dafür benötigt man lediglich eine größere Baugrube am Anfang und am Ende der Bohrung, das Gelände dazwischen bleibt unberührt. Das schont die Umwelt und minimiert die Eingriffe in die Natur. Dazu muss allerdings der Bereich im vorgesehenen Verlauf der Bohrung auch frei von größeren Findlingen oder anderen gravierenden Hindernissen sein.

Die gesamten Baumaßnahmen werden voraussichtlich im Juni 2020 abgeschlossen sein.