3. Marktinformation der deutschen Fernleitungsnetzbetreiber zur VIP-Implementierung

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Die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) haben die Marktteilnehmer Anfang März sowie Ende Mai über den Zwischenstand der VIP-Umsetzung und die auf europäischer und nationaler Ebene laufenden Diskussionen mit den Regulierungsbehörden informiert. Heute möchten wir Sie über den aktuellen Stand (24.08.2018) der Umsetzung informieren.

Functionality-Prozess

Im Juni 2018 haben ACER und ENTSOG der EU-Kommission als Ergebnis des Functionality-Prozesses gemeinsame Vorschläge zur Anpassung des NC CAM unterbreitet, um mehr Rechtssicherheit zu schaffen. Am 20.06.2018 äußert die EU-Kommission in einem Treffen mit Vertretern der Mitglied-staaten, dass eine Anpassung des NC CAM vor 2020 nicht durchführbar ist. Darüber hinaus haben A-CER und ENTSOG ein Schreiben der EU-Kommission vom 06.08.2018 veröffentlicht. In diesem legt die Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission ihre Interpretation der Vorgaben des NC CAM dar. Eine rechtliche Klarstellung durch eine zeitnahe Anpassung des NC CAM wird laut EU-Kom-mission nicht erfolgen. Laut Kommission sehe Art. 19 Abs. 9 NC CAM trotz der Formulierung „verfüg-bare Kapazitäten" implizit den Einbezug bereits kontrahierter Kapazitäten in den VIP vor. Die Bun-desnetzagentur hat den deutschen FNB mitgeteilt, dass sie dieser Interpretation nicht folgt und da-her in Deutschland weiterhin das duale System umzusetzen ist. Auch die FNB führen somit ihre Arbei-ten an der Umsetzung dieses Systems fort.

Wie sieht die Umsetzung des Dualen Modells im Detail aus?

Die wesentlichen, mit der BNetzA abgestimmten Details der Umsetzung des „Dualen Modells" sind nachfolgend aufgelistet. Die Regelungen gelten jeweils frühestens ab dem bzw. mit Bezug auf den 01.11.2018. Sollte sich die Einführung eines VIPs verzögern, gelten sie erst ab dem bzw. mit Bezug auf den Zeitpunkt der jeweiligen Einführung des VIP. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass ein VIP nur bei einer entsprechenden Einigung über die Einführung und die Abwicklungsregelungen des VIPs mit den Partnern auf der anderen Seite der Grenze umgesetzt werden kann. Sofern bzw. solange ein IP nicht in einen VIP eingebracht ist, gelten die aktuellen Regelungen für diesen IP bis auf weiteres grundsätzlich unverändert fort.

Erfahren Sie mehr in der untenstehenden Marktinformation.

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