Green Gas Initiative: CO2-Fußabdruck reduzieren und den Wert der Gasinfrastruktur aufzeigen

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Leipzig, 20. Juni 2018. Am Rande der Jahreskonferenz der GIE Gas Infrastructure Europe in Bukarest haben die Geschäftsführer der Mitglieder der Green Gas Initiative (GGI) am 14. Juni 2018 die nächsten Schritte zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks der Gasinfrastruktur unternommen und gleichzeitig eine europäische regionale Studie in Auftrag gegeben, den Wert der Gasfernleitungsnetze für die Energiewende zu untersuchen.

Ambitionierte Studie soll Wert der Gasnetze für die Energiewende aufzeigen

Die Europäische Kommission hatte gegenüber GGI vorgeschlagen, eine ambitionierte Vision für die künftige Rolle der Gasinfrastruktur zu entwerfen. Die Geschäftsführer der GGI begrüßten diesen Vorschlag und haben auf ihrem Treffen in Bukarest eine Studie in Auftrag gegeben, die den Werte der Gasinfrastruktur für die Energiewende genauer analysieren soll. Diese Studie ist ein ambitionierter Schritt, um die Potenziale der europäischen Gasinfrastruktur beim Erreichen der Pariser Klimaziele aufzuzeigen. Die Studie wird Fallbeispiele aus bei der Energiewende führenden Ländern aufzeigen, Vorschläge bei der Gasmarkregulierung skizzieren sowie die Richtung der künftigen Entwicklung der Gasinfrastruktur benennen. Die Studie wird von Frontier Economics ausgeführt und ihre Ergebnisse im Oktober 2018 vorgestellt, rechtzeitig zum Madrid Forum.

FNB kooperieren, um CO2-Fußabdruck der Fernleitungen zu verringern

Die GGI erkennt die Herausforderungen durch Treibhausgasemissionen. Ihre Mitglieder wollen sich dazu verpflichten, die Emissionen im Fernleitungsnetz zu reduzieren. Zur Untermauerung hat GGI eine Arbeitsgruppe eingerichtet mit dem Ziel, Lösungen für Emissionsreduktionen zu erarbeiten.

„Als FNB transportieren wir große Mengen Erdgas. Wir müssen daher sehr kritisch mit dem Methanschlupf aus unserem Fernleitungsnetz umgehen. Deshalb haben wir diese Arbeitsgruppe eingerichtet, die auch mit anderen Organisationen kooperieren und Erfahrungen sowie standardisierte Methoden zur Quantifizierung der Emissionen austauschen soll. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung unseres Ziels eines treibhausgasneutralen Fernleitungsnetzes bis 2050“ sagte Torben Brabo, Geschäftsführer von Energinet Gas (Dänemark) und gegenwärtig Vorsitzender der GGI.

Die Arbeitsgruppe CO2-Fußabdruck vervollständigt die bereits bestehenden Arbeitsgruppen (AG) zu Biomethan, Mobilität und Wasserstoff. Die Wasserstoff-AG ist die Weiterentwicklung der bisherigen Power-to-Gas-AG. Ihr Arbeitsauftrag wurde erweitert um die Auswirkung der Wasserstoffnutzung sowie einer Wasserstoffbeimischung in der existierenden Gasinfrastruktur, den Erfahrungsaustausch der Mitglieder bei Wasserstoffprojekten und die Entwicklung einer gemeinsamen Vision zur Rolle von Wasserstoff im europäischen Gasnetzverbund.

Die GGI umfasst sieben unabhängige Fernleitungsnetzbetreiber, die sich zur Erreichung einer 100% treibhausgasneutralen Gasversorgung in ihrem Fernleitungsnetz bis 2050 verpflichtet haben: Energinet (Dänemark), Fluxys (Belgien), Gaznat (Schweiz), Gasunie (Niederlande), GRTgaz (Frankreich), ONTRAS Gastransport (Deutschland) und Swedegas (Schweden).

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