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Commit to Connect 2050

Ein Zielbild für die Energieinfrastrukturen in Ostdeutschland

 

Die Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende vermögen es bislang nicht, die verschiedenen Energieträger optimal in einem System zu integrieren. Anstatt die Entwicklung des jeweils eigenen Energieträgers als Einzelkämpfer weiter voranzutreiben, bedarf es einer sektorenübergreifenden Perspektive und Vernetzung untereinander. Daher haben wir - 14 Unternehmen aus Ostdeutschland - das Projekt „Commit to Connect 2050“ ins Leben gerufen und uns gemeinsam zu einer Analyse unseres Energiesystems über alle Energieträger hinweg verpflichtet. Namentlich wollen wir die für unsere Region zentrale klima- und energiepolitische Frage beantworten:

Wie sieht das volkswirtschaftlich optimierte Zielbild für ein vollständig dekarbonisiertes Energiesystem in Ostdeutschland in 2050 aus?

Ziel ist es herauszufinden, welche Technologien zur Energieversorgung und -nutzung sich bis 2050 unter ökonomischen Gesichtspunkten durchsetzen und welche Arten von Netzen diese Energie transportieren werden. Auf Grundlage dieses Wissens können wir anschließend bestimmen, wie wir unsere Anlagen bis 2050 volkswirtschaftlich kostenminimal transformieren müssen, um auch im Angesicht des Klimaneutralitätsziels im Jahr 2050 jederzeit Versorgungsicherheit gewährleisten zu können. 

 

14 Partnerunternehmen aus Ostdeutschland

Die Partnerunternehmen von Commit to Connect 2050 repräsentieren unterschiedliche Sparten und Wertschöpfungsstufen: Netze auf Verteil- und Fernleitungsebene, Energieerzeugung sowie -speicher. Zusammen verfügen wir über ein Stromnetz von 280.391 km Länge, ein 94.417 km langes Gasnetz, ein Gasspeichervolumen von knapp 2 Mrd. m³ und liefern etwa 4 Mio. MWh Fernwärme. Bereits heute speisen wir rund 50 Mio. MWh erneuerbaren Strom aus Wind- und Solarstromerzeugung in die Netze ein. In unsere Gasnetze speisen 82 Einspeisegasanlagen Biomethan und 1 Anlage Wasserstoff ein.

Ergebnis- und technologieoffene Modellierung

Die Berechnung des Zielbilds für Commit to Connect 2050 erfolgte mit einer innovativen Methode: Das eingesetzte Modellierungstool liefert ein klares und von Schwankungen des politischen Rahmens unabhängiges Zielbild. Als Vorgabe musste das Energiesystem der Zukunft erneuerbar, versorgungssicher und volkswirtschaftlich kostenoptimiert sein. Unter diesen Vorgaben erfolgte die Berechnung ergebnis- und technologieoffen. Für die Berechnung betrachten wir Ostdeutschland zudem als eigenständiges, sich selbst versorgendes Energiesystem. Die abschließende Innovation liegt in der Regionalisierung: Die Berechnung erfolgte für 19 Regionen, die gemeinsam ganz Ostdeutschland abdecken und über Energietransportnetze verbunden sind.

Kernergebnisse und Veröffentlichungen

Commit to Connect 2050 zeigt, dass es möglich ist, ein vollständig dekarbonisiertes und versorgungssicheres Energiesystem kosteneffizient zu errichten und zu betreiben. Hierfür ist ein gesamtsystemischer Blick auf die Energiewende notwendig. Zentral für heutige politische Entscheidungen sind dabei ein technologieoffener Ansatz, der sich Innovationen nicht verstellt, sowie verstärkte Anstrengungen in der Sektorenintegration. Zur Studie wurde neben dem umfangreichen Abschlussbericht der Studienautoren von Wagner, Elbling & Company eine Kurzpräsentation sowie Pressematerial im Auftrag der Projektpartner DREWAG Netz/ENSO Netz, ENERTRAG, GASAG, inetz, Mitnetz Gas und ONTRAS erstellt.

Aufzeichnung der Studienvorstellung

Am 21. April 2020 fand die Vorstellung der Studie sowie deren Ergebnisse als digitale Veranstaltung statt. Die Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie in der Mediathek unter "Videos".

Link zur Aufzeichnung